Kulturschlachthof 

CineVenture

Wir freuen uns, euch bald zum interaktiven CineVenture im digitalen Raum mit anschließender Diskussion begrüßen zu dürfen! In diesem Rahmen präsentieren wir zwei Filmvorstellungen:

16. Juni 2021: Ya-Basta-Netz

(1) "Blutige Kohle // Auftragsmord in Kolumbien" (ca. 43min)

(2) Verschiedene Videos // "Kurze Einblicke in die zapatistische Utopie" (ca. 30min)

23. Juni 2021: Gemeinwohl-Ökonomie Jena 

"Hinterm Deich wird alles gut" (ca. 53min)

Einlass ist um 19:00 Uhr und starten werden wir mit den Filmen dann um 19:30 Uhr.

Link: Den Link zu den Veranstaltungen findet Ihr am Tag der Veranstaltung hier!

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und angeregte Diskussionen! 

Weitere Infos zu den Veranstaltungen findet ihr im Folgenden.

Über eine Spende würden wir uns freuen.

Bis dahin bleibt froh und munter!

Technische Hinweise

Einwahl nur über Computer/ Laptop möglich!

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Ya-Basta-Netz

Neokolonialismus und Widerstand

Das Ya-Basta-Netz solidarisiert sich seit mehreren Jahren mit den Zapatistas – indigene Rebell:innen in Chiapas/Mexiko. Wir wollen uns an diesem Abend mit den Themen Neokolonialismus und Widerstand beschäftigen.
 

Was hat die Verbrennung von Kohle in Deutschland mit Vertreibungen und Morden in Lateinamerika zu tun? Und welche Formen des Widerstandes gegen Umweltzerstörung und Unterdrückung setzen indigene Bewegungen dem entgegen? 

Hier wollen wir euch gleich mehrere Kurzfilme vorstellen und den obigen Fragen gemeinsam nachgehen.

1. Film: „Blutige Kohle – Auftragsmord in Kolumbien“ (ca. 43min)

In der Dokumentation Blutige Kohle - Auftragsmord in Kolumbien (DOMAR Film) geht es um die Gewalt rund um kolumbianische Steinkohleminen und internationale Bergbaukonzerne. Auch Deutschland bekommt einen großen Teil seiner Kohle von dort. Seit Jahren kommt es in Kolumbien zu Vertreibungen, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und Morden im Zusammenhang mit den Minen. El Samario, ein ehemaliger Auftragsmörder, berichtet von seinen Taten.

2. Film: Verschiedene Videos - „Kurze Einblicke in die zapatistische Utopie“ (ca. 30min)

Anschließend widmen wir uns dem zweiten Schwerpunkt unserer Gruppe: Die Zapatistas, eine indigene Autonomiebewegung im Süden Mexikos, sehen sich mit ähnlichen Formen der Ausbeutung von Mensch und Natur konfrontiert. Doch sie zeigen seit fast 30 Jahren, dass es nicht nur möglich ist, Widerstand gegen diese neoliberale und -koloniale Politik zu leisten. Sie bauen auch mitten in diesem "Krieg gegen das Leben" eine reale, gelebte Utopie auf. Wir zeigen und kommentieren kurze Videos, auch mit Hinblick auf die große Europareise, die die Zapatistas für dieses Jahr planen.
 

Gemeinwohl-Ökonomie Jena

Gemeinwohl-Ökonomie

Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie ist eine riesengroße Chance, das Zusammenleben der Menschen auf der Erde auf ein ganz neues Level zu heben - wahre gesellschaftliche Transformation und Evolution.

Sie setzt den Fokus auf ethische Werte und Kooperation und ermöglicht so ein würdevolles Leben für ALLE Lebewesen rund um den Globus - für Mensch UND Natur.

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der jedes Handeln dem Gemeinwohl dient, in der sich jedes bewusste Individuum stets fragt, ob das eigene Handeln einem anderen Lebewesen schadet.
 

Film: „HINTERM DEICH WIRD ALLES GUT“ von Gabriele Kob und Hanno Hart (53min)

Hoch im Norden, an der wilden Westküste Nordfrieslands, verschreiben sich drei kleine Dörfer der Gemeinwohl-Ökonomie. Hier geht es um gesellschaftliche Werte statt um Profit, um Kooperation statt um Konkurrenz, um Nachhaltigkeit der Produkte statt um das billigste Angebot. Geld ist nur noch Mittel zum Zweck und der Zweck ist das Gemeinwohl: Menschenwürde, Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Klima-und Artenschutz

89 % der Deutschen wünschen sich ein anderes Wirtschaftssystem, laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung. Hier in Nordfriesland begnügt man sich nicht mit dem Wünschen, hier wird gehandelt. 

„Wir handeln gerne hier“, sagt Hans Pahl-Christiansen von der sozialen Einrichtung Husumer Horizonte. Nordfriesland ist Vorreiter, hier gibt es eine besondere Tradition mit Zusammenarbeit und Zukunftsgestaltung. 

Die auf Gemeinwohl-Ökonomie spezialisierten Unternehmensberater Anke Butscher und Gerd Lauermann bringen es auf den Punkt: „Was tun die Gemeinden um diesen Planeten zu retten? Danach fragen wir.“ 

Auch Sven Giegold, EU Abgeordneter der Grünen in Brüssel, kommt zu Wort: „Es ist natürlich symbolisch, wenn drei Dörfer im Norden - die ja selber nachdenken müssen welche Zukunft sie haben, wenn der Klimawandel voranschreitet - dass die sagen, wir fangen an und warten nicht darauf, dass andere das tun.“

Ist Gemeinwohl-Ökonomie eine Lösung für Klimawandel und die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft? Auf diese Frage sucht der Dokumentarfilm Antworten und porträtiert dabei die Bürgermeister der drei Gemeinden mit ihren zukunftsgerichteten Plänen auch ganz persönlich.

Die Regisseure Hanno Hart und Gabriele Korb leben und arbeiten seit zehn Jahren in Stapel und bringen viel Erfahrung aus dem Film-und Fernsehgeschäft mit. Seit sie auf dem Land leben, nehmen sie sich lösungsorientiert und unterhaltsam der Themen an, die hier unter den Nägeln brennen.

Hanno Hart und Mitglieder der Gemeinwohl-Ökonomie Jena freuen sich auf lebhafte und konstruktive Gespräche nach der Vorstellung!